Wochenenden und Feiertage: 10:00 bis 16:30 Uhr (letzter Einlass um 16:00 Uhr)
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Geschlossen: Jahresende und Neujahr (29. Dezember bis 1. Januar)
Die Wiege der Ninja
Entdecken Sie Mie
Iga, bekannt als Geburtsort der Ninja, ist ein faszinierender Ort, an dem der Geist und die Traditionen der Ninja aus Japans Feudalzeit bis heute lebendig sind. Umgeben von Bergen, die diese abgelegene Gegend jahrhundertelang vor der Außenwelt verborgen hielten, ist die Region berühmt für ihr historisches Ninja-Erbe und ihre atemberaubenden Naturlandschaften.
Ninjas sind weithin als verdeckte Spione bekannt, die heimliche Operationen durchführen, um mithilfe unkonventioneller Kampftechniken und Täuschungsmanövern Informationen über den Feind zu sammeln. Japans Zeit der Streitenden Reiche (1467–1568) war ein goldenes Zeitalter der Samurai, als Kriegsherren ihre Schwerter kreuzten, um Macht, Ruhm und die Kontrolle über das Land zu erlangen. Während im ganzen Land der Kampf um die Vorherrschaft über Japan tobte, agierten Ninjas im Verborgenen als Spione und sammelten wichtige Informationen über die Bewegungen des Feindes, um ihren Feudalherren zu dienen.
Iga in der Präfektur Mie und die benachbarte Stadt Koka in der Präfektur Shiga gelten gemeinsam als Geburtsort der Ninja-Künste. Es wird angenommen, dass viele Ninja-Schulen in ganz Japan Ableger dieser beiden bedeutenden Strömungen der Ninja-Künste sind. Beide Clans beherrschten die Kunst des Kampfes, der Tarnung und der Chemie und waren zudem geschickt im Umgang mit einer Vielzahl spezialisierter Waffen wie Enterhaken, Rauchbomben, Gift und Verkleidungen, um ihre Feinde zu überraschen und zu verwirren. Iga-ryu-Ninja waren wegen ihrer einzigartigen Fähigkeiten im Guerillakrieg, einschließlich Nachtangriffen und Hinterhalten, sehr gefragt. Sie verfügten über ausgezeichnete Kenntnisse in der Handhabung von Schießpulver, und viele von ihnen wurden nach dem Ende der Samurai-Ära zu Pyrotechnikern. Koka-ryu-Ninja wurden wegen ihrer Kenntnisse in Medizin und Heilkräutern hoch geschätzt und waren für ihre Täuschungsmanöver mit Gift und Medizin bekannt. Während der friedlichen Edo-Zeit wurden viele von ihnen Apotheker, um ihr medizinisches Wissen zu nutzen.
Die abgelegene, bergige Umgebung von Iga hielt die Region zunächst außerhalb der Reichweite der Feudalherren und führte zum Aufstieg von Söldnergruppen, die sich bildeten, um den Frieden und die Kontrolle über das Gebiet aufrechtzuerhalten. Im 15. Jahrhundert begannen sich diese Gruppen als Spione auf Auftragsbasis zu profilieren. Die Unruhen der Zeit der Streitenden Reiche schufen eine Nachfrage nach unkonventionellen Kriegern mit besonderen Fähigkeiten. Die Ninja der Iga-ryu waren im Umgang mit Schießpulver versiert, was dazu führte, dass einige von ihnen als Kanoniere eingesetzt wurden. In den umliegenden Gebieten wurden sie für ihre militärischen Fähigkeiten als Söldner und Spione bekannt und waren in Spionage und Infiltration tätig. Während der Edo-Zeit (1603–1868) änderte sich ihre Rolle im Vergleich zur Zeit der Streitenden Reiche leicht, und sie wurden mit der Bewachung von Toren, dem Schutz wichtiger Persönlichkeiten und der Beschaffung von Informationen betraut. In der friedlichen Meiji-Zeit (1868–1912) wandten sich viele Iga-ryu-Ninja anderen Berufen zu, wie der Landwirtschaft und der Pyrotechnik.
Der Geist der Ninja lebt bis heute unter den Einheimischen in Iga weiter. Der Geist der Ninja ist tief verwurzelt in Widerstandsfähigkeit, körperlicher und geistiger Disziplin sowie Anpassungsfähigkeit. Die Ninja trainierten ihren Geist und Körper, um den Strapazen ihrer rauen Umgebung standzuhalten. Ein Schlüssel zu ihrem Überleben ist die Fähigkeit, geduldig auf den richtigen Moment zu warten. Sie waren zudem äußerst anpassungsfähig, konnten sich jeder Situation anpassen und nutzten Verkleidungen und Täuschung, um ihre Feinde zu überlisten. Ninja folgen den Prinzipien der Güte, Gerechtigkeit, Loyalität und Treue.
In der Stadt befinden sich das Iga-ryu-Museum, in dem Besucher die Welt der legendären Iga-ryu-Ninja erkunden können, sowie die wunderschöne weiße Burg Iga Ueno, von der aus man einen Panoramablick auf die Stadt Iga und den darunter liegenden Ueno-Park genießt. Besucher des Iga-ryu-Museums können eine Vielzahl von Shows und Erlebnissen genießen, die sie vollständig in die Welt der Iga-ryu-Ninja eintauchen lassen. Zu den Höhepunkten zählen eine spannende Ninja-Show der Iga-Ninja-Gruppe Ashura, eine Führung durch eine traditionelle Ninja-Residenz und ein praktisches Shuriken-Wurf-Erlebnis.
Das sollten Sie nicht verpassen
Im Iga-ryu-Ninja-Museum im Ueno-Park können Besucher mehr über die Geschichte der Iga-ryu-Ninja erfahren. Das Museum beherbergt eine große Auswahl an Ninja-Waffen, Werkzeugen und Materialien, die von diesen geheimen Kriegern verwendet wurden. Eine Ninja-Vorführung mit echten Waffen demonstriert einige der geheimen Techniken des Ninjutsu und zeigt Shuriken und Schwerter im Einsatz. Zum Museum gehört auch ein Ninja-Rätselhaus voller versteckter Türen, Fluchtwege, Geheimfächer und Falltüren.
Die Burg Iga Ueno, die aufgrund ihrer auffälligen weißen Fassade auch als „Burg des Weißen Phönix“ bekannt ist, ist berühmt für ihre 30 Meter hohen Steinmauern, die zu den höchsten Japans zählen. Die Burg, die im Herzen der Stadt Iga liegt, wurde ursprünglich im Jahr 1585 erbaut. Später wurde sie von Todo Takatora, einem Meister der Burgenarchitektur, renoviert. Die Burg befand sich an einem strategisch günstigen Standort, um die Region Iga vor feindlichen Truppen zu verteidigen. Der rekonstruierte Hauptturm der Burg beherbergt Ausstellungen zur Geschichte der Samurai und zu den lokalen Feudalherren.